Aktualisiert am 18.07.2026

Entrauchungshauben für Tiefgaragen und Lüftungshauben für Dachschächte erfüllen mehrere Aufgaben gleichzeitig. Sie führen Luft oder Rauch nach außen. Außerdem schützen sie die Schachtöffnung vor Witterung und ermöglichen einen sicheren Wartungszugang.

Für eine zuverlässige Planung reicht das sichtbare Außenmaß jedoch nicht aus. Entscheidend sind der freie Querschnitt, die Luftführung und der Anschluss an das Bauwerk. Auch Lamellen, Schutzgitter und Revisionsöffnungen beeinflussen die spätere Funktion.

rotec plant und fertigt Dachhauben sowie projektbezogene Sonderkonstruktionen in Berlin. Dadurch lassen sich Brandschutz, Lüftung, Dachgestaltung und Wartung frühzeitig aufeinander abstimmen. Das reduziert Schnittstellenprobleme und schafft Planungssicherheit.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die vorgesehene Funktion muss vor der Produktauswahl eindeutig feststehen.
  • Der freie Querschnitt ist im fertigen Einbauzustand zu betrachten.
  • Lamellen beeinflussen Luftleistung, Druckverlust, Regenschutz und Sicherheit.
  • Ein GFK Sockel unterstützt die thermische Trennung am Dachanschluss.
  • Standardhauben und Sonderkonstruktionen benötigen unterschiedliche Nachweise.
  • Sitzflächen oder Begrünungen dürfen die technische Funktion nicht beeinträchtigen.

Entrauchungshaube für eine Tiefgarage in Magdeburg mit Wartungstür und Lamellenfeldern
Sondergefertigte Entlüftungshaube für eine Tiefgarage mit Revisionsöffnung und angepasstem freiem Querschnitt.

Inhaltsverzeichnis

Lüftungshaube, Entrauchungshaube und NRWG unterscheiden

Die Begriffe Dachhaube, Lüftungshaube und Entrauchungshaube werden häufig gleich verwendet. Technisch beschreiben sie jedoch nicht immer dieselbe Funktion. Deshalb sollte der konkrete Anwendungsfall bereits während der Vorplanung feststehen.

Lüftungshauben für die natürliche Be- und Entlüftung

Eine Lüftungshaube führt Zu- oder Abluft über einen Schacht nach außen. Zugleich schützt sie die Öffnung vor Regen, Schnee, Laub und groben Verschmutzungen. Je nach Projekt ergänzt rotec feste Lamellen, Insektenschutz oder Revisionsöffnungen.

Entrauchungshauben nach dem Brandschutzkonzept

Eine Entrauchungshaube unterstützt die Ableitung von Rauch aus einem Schacht oder Gebäudebereich. Maßgeblich sind das Brandschutzkonzept, der geforderte Querschnitt und der vorgesehene Nachweisweg. Außerdem müssen Auslösung, Energieversorgung und Steuerung zum Gesamtsystem passen.

Natürliches Rauch- und Wärmeabzugsgerät nach DIN EN 12101-2

Wird die Haube als natürliches Rauch- und Wärmeabzugsgerät eingesetzt, gelten produktspezifische Anforderungen. Dann ist eine dafür geeignete und gekennzeichnete Ausführung erforderlich. Die vorgesehene Anwendung muss deshalb mit dem jeweiligen Produktnachweis übereinstimmen.

Die rotec Dachhaube RW3000+ dient der Entrauchung und Belüftung von Aufzugsschächten. Sie ist als NRWG nach DIN EN 12101-2 zertifiziert. Weitere Informationen bietet der Beitrag Schachtentrauchung für Fahrstühle.

Typische Einsatzbereiche von Entrauchungshauben und Lüftungshauben für Dachschächte

Aufzugsschächte

Bei Aufzugsschächten bildet die Dachhaube den oberen Abschluss des Schachtes. Sie verbindet Rauchableitung, kontrollierte Lüftung und Witterungsschutz. Verschließbare Systeme können außerdem unnötige Wärmeverluste während des Normalbetriebs reduzieren.

Tiefgaragen

Bei Tiefgaragen übernehmen Dachhauben häufig die natürliche Be- und Entlüftung. Je nach Brandschutzkonzept können sie auch Aufgaben innerhalb der Rauchableitung erfüllen. Zugleich prägen sie oft die Außenanlage oder eine begrünte Tiefgaragendecke.

Ein Praxisbeispiel zeigt die Tiefgaragenentlüftung mit begrünter Dachhaube. Die Konstruktion verbindet seitliche Luftführung mit einer gestalterisch integrierten Dachfläche.


Dachhauben zur Be- und Entlüftung einer Tiefgarage im Wohnquartier Berlin Olivaer Platz
Projektspezifische Dachhauben zur Be- und Entlüftung einer Tiefgarage am Olivaer Platz in Berlin.

Treppenräume und technische Dachschächte

Lüftungshauben für Dachschächte bilden den oberen Abschluss von Treppenräumen, Lüftungszentralen und technischen Schächten. Dabei stehen Luftführung, Regenschutz, Revisionszugang und Dauerhaftigkeit im Vordergrund. Zusätzlich müssen Dachabdichtung und Lastabtragung eindeutig geplant werden.

Freier Querschnitt und Luftführung richtig planen

Bei Lüftungshauben für Dachschächte ist der freie Querschnitt eine zentrale Planungsgröße. Er beschreibt die tatsächlich nutzbare Öffnungsfläche für den Luftstrom. Das Außenmaß der Haube oder die Rohbauöffnung liefern dafür noch keinen ausreichenden Wert.

Rahmen, Lamellen, Insektenschutz, Schutzlagen und Revisionsbauteile reduzieren die nutzbare Fläche. Dadurch steigt möglicherweise der Druckverlust. Gleichzeitig kann die geplante Luftmenge unterschritten werden.

Deshalb sollte die Dimensionierung immer den vollständigen Einbauzustand berücksichtigen. Für eine erste technische Bewertung benötigt rotec insbesondere folgende Angaben:

  • geforderter freier Querschnitt oder benötigte Luftmenge
  • Abmessungen und Geometrie der Rohbauöffnung
  • Art, Tiefe und Anordnung der Lamellen
  • zusätzliche Insektenschutz- oder Sicherheitslagen
  • Revisionsöffnungen, Türen und konstruktive Einbauten
  • Anströmrichtung und mögliche Verschattung der Öffnung

Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen muss der geforderte Querschnitt aus dem jeweiligen Nachweis übernommen werden. Eine pauschale Berechnung anhand der Außenabmessungen reicht dafür nicht aus.

Planungshinweis: Je höher die Schutzwirkung einer Lamelle ausfällt, desto stärker kann sie den Luftstrom beeinflussen. Deshalb müssen Schutzfunktion und Luftleistung gemeinsam betrachtet werden.

GFK Sockel, Dachanschluss und Kondensat

Gerade bei Lüftungshauben für Dachschächte bildet der Dachanschluss eine wichtige technische Schnittstelle. Sockel, Wärmedämmung, Abdichtung und Entwässerung müssen deshalb frühzeitig aufeinander abgestimmt werden.

Der Übergang zwischen Dach und Metallhaube ist bauphysikalisch besonders sensibel. Temperaturunterschiede können dort Kondensat begünstigen. Deshalb sollten Planer Materialwahl, Sockelaufbau und Dachanschluss gemeinsam betrachten.

Die RW3000+ besitzt einen doppelschaligen GFK Sockel. Dieser unterstützt die thermische Trennung zwischen Aluminiumhaube und Dach. Außerdem ermöglicht er eine klare Einbindung in den Flachdachaufbau.

Der GFK Sockel ersetzt jedoch keine fachgerechte Dachabdichtung. Diese Schnittstelle bleibt Bestandteil der bauwerksbezogenen Planung. Anschlusshöhe, Dämmung, Abdichtung und Entwässerung müssen deshalb zusammenpassen.

Wartung und Entwässerung früh berücksichtigen

Jede Dachhaube muss dauerhaft zugänglich bleiben. Deshalb dürfen Dachbegrünungen, Aufbauten oder Leitungen den Wartungsweg nicht blockieren. Revisionsöffnungen müssen außerdem sicher bedienbar und ausreichend groß sein.

Auch Regenwasser benötigt einen kontrollierten Ablauf. Wasser darf sich weder am Sockel noch innerhalb der Konstruktion dauerhaft sammeln. Gefälle, Tropfkanten und Entwässerungsdetails sollten deshalb bereits in der Werkplanung feststehen.


Montage einer Dachhaube auf einem GFK Sockel zur thermischen Trennung zwischen Haube und Dach
Der GFK Sockel unterstützt die thermische Trennung am Dachanschluss und ermöglicht eine konstruktiv klare Schachtlösung.

Welche Lamellen eignen sich für Entrauchungshauben und Lüftungshauben für Dachschächte?

Die Lamellenauswahl beeinflusst Luftleistung, Druckverlust, Witterungsschutz und Sicherheit. Deshalb sollte sie vor der endgültigen Dimensionierung erfolgen. rotec kann Dachhauben projektbezogen mit unterschiedlichen Lamellensystemen ausführen.

Anforderung Geeignete Lamellenlösung Wichtiger Planungspunkt
Wetterschutz und Sichtschutz klassische Wetterschutzlamellen Anströmung und Luftgeschwindigkeit
Schallschutz Schallschutzlamellen Druckverlust und Schalldämmung
Stocherschutz stochersichere Lamellen keine Gleichsetzung mit Einbruchhemmung
erhöhter Regenschutz wasserabweisende Regenschutzlamellen Prüfbedingungen und Wasserableitung
Einbruchschutz geprüfte Lüftungsgitter in RC2 oder RC3 Befestigung und Bauwerksanschluss

Standardlamellen für Wetterschutz und Sichtschutz

Klassische Wetterschutzlamellen eignen sich für viele natürliche Lüftungsaufgaben. Ihre Geometrie lenkt Niederschlag ab und bricht die direkte Sichtlinie. Die erreichbare Schutzwirkung hängt jedoch von Anströmung, Luftgeschwindigkeit und Einbausituation ab.

Schallschutzlamellen für geräuschbelastete Anlagen

Schallschutzlamellen verbinden Luftdurchlass mit einer akustischen Wirkung. Typische Anwendungen sind Technikzentralen, Rückkühler und Lüftungsanlagen. Dabei müssen Luftmenge, Druckverlust und geforderte Schalldämmung gemeinsam ausgelegt werden.

Weitere Hinweise bietet der Fachbeitrag Schallschutzlamellen für Technikzentralen, Dachanlagen und Parkhäuser.

Stochersichere Lamellen für erhöhten Zugriffsschutz

Stochersichere Lamellen erschweren das Durchführen von Drähten, Stangen oder ähnlichen Gegenständen. Gleichzeitig ermöglichen sie eine dauerhafte Luftführung. Dieser Stocherschutz ist jedoch nicht automatisch mit einer geprüften Einbruchhemmung verbunden.

Der Beitrag stochersichere Lamellenfassaden mit Lamelle L.033v erklärt Zugriffsschutz, Sichtschutz und Dauerlüftung ausführlich.

Lamellen für erhöhten Regenschutz

Auf stark bewitterten Dachflächen kann ein erhöhter Regenschutz erforderlich sein. Dann müssen Lamellengeometrie, Luftgeschwindigkeit und Wasserableitung besonders sorgfältig zusammenpassen. Ein luftdurchlässiges Gitter bleibt dennoch eine offene Konstruktion.

Der Beitrag Lüftungsgitter und Regensicherheit nach DIN EN 13030 erklärt Klassen, Prüfbedingungen und Wasserabführung.

Einbruchhemmende Lüftungsgitter in RC2 oder RC3

Bei zugänglichen Dachflächen kann eine geprüfte Einbruchhemmung erforderlich sein. Dafür bietet rotec projektbezogene Lösungen in RC2 oder RC3. Befestigung, Unterkonstruktion und Bauwerksanschluss gehören jedoch immer zum vollständigen Sicherheitskonzept.

Die technischen Unterschiede erläutert der Beitrag einbruchhemmende Lüftungsgitter in RC2 und RC3.

Schutzfunktionen klar voneinander abgrenzen

Eine Schallschutzlamelle ist nicht automatisch einbruchhemmend. Ebenso ersetzt Stocherschutz keine geprüfte Widerstandsklasse. Deshalb muss jede Schutzfunktion einzeln definiert und projektbezogen nachgewiesen werden.

Standardhaube oder projektbezogener Sonderbau?

Standardisierte Dachhauben verkürzen die Planung, sofern Schachtmaß und Nachweisweg zum System passen. Lüftungshauben für Dachschächte werden jedoch häufig als projektbezogene Sonderkonstruktionen benötigt. Dadurch lassen sich Abmessungen, Luftflächen, Wartungszugänge und Oberflächen individuell anpassen.

RW3000+ für Aufzugsschächte

Die RW3000+ ist als einbaufertige Komplettlösung für Aufzugsschächte vorgesehen. Zwei Standardgrößen stehen mit definierten freien Lüftungsquerschnitten zur Verfügung.


Vergleich der Dachhauben RW3000 plus Typ 700 und Typ 900 für Aufzugsschächte
Die Standardtypen 700 und 900 besitzen definierte freie Lüftungsquerschnitte und einen doppelschaligen GFK Sockel.
Ausführung Aufsatzkranz unten Freier Lüftungsquerschnitt Typische Anwendung
RW3000+ Typ 700 700 × 700 mm 0,160 m² kompakter Aufzugsschacht
RW3000+ Typ 900 900 × 900 mm 0,338 m² größere Schachtöffnung

Beide Ausführungen besitzen einen doppelschaligen GFK Sockel und integrierten Insektenschutz. Außerdem sind sie als NRWG nach DIN EN 12101-2 zertifiziert. Technische Daten und Downloads stehen auf dachhaube.com bereit.

Sonderkonstruktionen für Tiefgaragen und technische Schächte

Sonderkonstruktionen eignen sich, wenn Standardmaße oder Standardfunktionen nicht ausreichen. Sie ermöglichen Wartungstüren, besondere Lamellen, abweichende Formen und individuelle Oberflächen. Der freie Querschnitt muss dabei für die konkrete Konstruktion neu bewertet werden.

Beispiele für individuelle Abmessungen und Bauformen zeigt die Seite Dachhauben im Sonderbau.


Dachhaube im Sonderbau für die Entlüftung einer Tiefgarage in Hamburg
Langgestreckte Dachhaube im Sonderbau mit seitlichen Lamellenfeldern und projektspezifischen Abmessungen.

Lüftungshauben als Stadtmöbel und Sitzgelegenheit

Großformatige Lüftungshauben stehen häufig auf Dachterrassen, Innenhöfen oder begrünten Tiefgaragendecken. Dort beanspruchen sie sichtbare Fläche und prägen die Freiraumgestaltung. Deshalb kann eine zusätzliche Nutzung für bestimmte Projekte sinnvoll sein.

Eine projektbezogene Sonderkonstruktion kann beispielsweise eine Holzauflage als Sitzfläche erhalten. Auch Rückenlehnen oder eine integrierte Begrünung sind grundsätzlich planbar. Dadurch wird die technische Haube zu einem funktionalen Stadtmöbel.

Solche Lösungen eignen sich besonders für Wohnquartiere, Bürogebäude und gemeinschaftlich genutzte Außenanlagen. Allerdings bleibt die technische Funktion immer vorrangig.


Lüftungshaube als Stadtmöbel mit Holzauflage auf einem begrünten Dach
Konzeptvisualisierung einer projektbezogenen Lüftungshaube mit Holzauflage für begrünte Dächer und gemeinschaftlich genutzte Außenflächen.

Auch die obere Fläche kann projektbezogen in die Dachgestaltung einbezogen werden. Eine bepflanzte Ausführung verbindet die seitliche Luftführung mit der vorhandenen Dachbegrünung. Dabei müssen Zusatzlasten, Entwässerung und Wartung dauerhaft berücksichtigt werden.


Lüftungshaube mit integrierter Begrünung und seitlichen Lamellen auf einem Gründach
Konzeptvisualisierung einer begrünten Lüftungshaube als gestalterisch integrierte Sonderlösung für Dachflächen.

Welche Anforderungen gelten für eine Sitzlösung?

Eine Sitzfläche darf den freien Querschnitt nicht verkleinern. Außerdem müssen Luftwege, Revisionsöffnungen und Wartungsbereiche dauerhaft frei bleiben. Die Tragfähigkeit ist für die vorgesehene Nutzung nachzuweisen.

Zusätzlich sind Entwässerung, Rutschhemmung, Kantenausbildung und Materialbeständigkeit zu prüfen. Bei zugänglichen Flächen können außerdem Absturzschutz und Vandalismusschutz relevant sein.

Bei einer geprüften Entrauchungsfunktion benötigen alle Ergänzungen eine projektbezogene Abstimmung. Das gilt besonders für NRWG und brandschutztechnisch nachgewiesene Öffnungen. Eine Sitzauflage darf die geprüfte Funktion nicht verändern.

Wichtiger Hinweis: Die gezeigten Darstellungen sind Konzeptvisualisierungen. rotec bewertet die konkrete Ausführung für jedes Projekt technisch, konstruktiv und gestalterisch neu.

Lüftungshauben als Stadtmöbel ausführlich vorgestellt

Wie lassen sich technische Lüftungshauben mit Sitzflächen, Rückenlehnen oder einer integrierten Dachbegrünung verbinden? Der neue rotec Fachbeitrag zeigt, welche gestalterischen Möglichkeiten bestehen und welche Anforderungen an freien Querschnitt, Tragfähigkeit, Wartung und Entwässerung zu beachten sind.


Zum Fachbeitrag über Lüftungshauben als Stadtmöbel

Entrauchungshauben und Lüftungshauben für Dachschächte in acht Schritten planen

  1. Anwendungsfall festlegen: Aufzugsschacht, Tiefgarage, Treppenraum oder technischer Dachschacht.
  2. Nachweisweg klären: Brandschutzkonzept, Lüftungsplanung und erforderliche Produktnachweise abstimmen.
  3. Querschnitt bestimmen: Geforderten freien Querschnitt oder notwendige Luftmenge festlegen.
  4. Lamellen auswählen: Wetterschutz, Schallschutz, Stocherschutz, Regenschutz oder Einbruchhemmung definieren.
  5. Dachanschluss planen: Sockelhöhe, Dämmung, Abdichtung und Entwässerung festlegen.
  6. Wartung sichern: Revisionsöffnung, Zugangsweg und Bedienbarkeit früh berücksichtigen.
  7. Konstruktion entscheiden: Standardhaube oder projektspezifischen Sonderbau auswählen.
  8. Schnittstellen dokumentieren: Statik, Unterkonstruktion, Elektroanschluss und Montage eindeutig zuordnen.

Hinweise für die Ausschreibung von Dachhauben

Eine belastbare Ausschreibung beschreibt nicht nur Abmessungen und Material. Sie benennt auch Funktion, freien Querschnitt, Lamellenart und erforderliche Nachweise. Außerdem sollten Schnittstellen zur Dachabdichtung und technischen Gebäudeausrüstung eindeutig geregelt sein.

Dachhaube für einen Aufzugsschacht

Auszuschreiben ist eine Dachhaube zur Entrauchung und kontrollierten Belüftung des Aufzugsschachtes. Die Ausführung muss zum vorgesehenen Nachweisweg und zum erforderlichen freien Querschnitt passen.

Die Konstruktion ist mit doppelschaligem GFK Sockel, motorisiertem Verschlusselement und seitlicher Lamellenhaube vorzusehen. Insektenschutz, Steuerung und Anschlüsse sind gemäß Planung zu berücksichtigen.

Die Dachhaube soll werkseitig vormontiert geliefert werden. Dachabdichtung, Lastabtragung und elektrische Einbindung sind zwischen den beteiligten Gewerken eindeutig abzugrenzen.

Dachhaube für einen Tiefgaragenschacht

Auszuschreiben ist eine Lüftungs- oder Entrauchungshaube als oberer Abschluss des Tiefgaragenschachtes. Abmessungen, Luftflächen und Lamellen sind auf den erforderlichen Querschnitt abzustimmen.

Die Konstruktion muss Witterungsschutz, Entwässerung und einen sicheren Revisionszugang gewährleisten. Zusätzliche Anforderungen an Schallschutz, Regenschutz oder Stocherschutz sind projektbezogen zu berücksichtigen.

Sonderkonstruktion mit Sitzfläche

Auszuschreiben ist eine projektbezogene Lüftungshaube mit integrierter Sitzauflage. Die technische Luftführung und der erforderliche freie Querschnitt müssen vollständig erhalten bleiben.

Sitzauflage, Unterkonstruktion und Befestigung sind für die vorgesehene Nutzung auszulegen. Wartungszugang, Entwässerung, Kantenausbildung und Materialbeständigkeit müssen konstruktiv berücksichtigt werden.

Die Ausführung ist mit Architektur, Freiraumplanung, Tragwerksplanung und technischer Gebäudeausrüstung abzustimmen. Brandschutztechnische Funktionen dürfen sich durch die zusätzliche Nutzung nicht verändern.

Typische Planungsfehler bei Entrauchungshauben

Außenmaß und freien Querschnitt verwechseln

Eine große Haube bietet nicht automatisch ausreichend freie Lüftungsfläche. Lamellen und Einbauten können den nutzbaren Querschnitt deutlich reduzieren.

Lamellen erst nachträglich auswählen

Jede Lamellenart verändert Luftleistung und Druckverlust. Deshalb muss die Auswahl vor der abschließenden Dimensionierung erfolgen.

Dachanschluss nicht eindeutig zuordnen

Unklare Schnittstellen führen häufig zu Nacharbeiten. Dachabdichtung, Sockel, Dämmung und Befestigung müssen deshalb eindeutig geplant werden.

Wartungszugang zu klein bemessen

Revisionsöffnungen müssen zur eingebauten Technik passen. Außerdem dürfen Dachbegrünungen oder Sitzflächen den Zugang später nicht blockieren.

Schutzfunktionen miteinander verwechseln

Stocherschutz, Schallschutz, Regenschutz und Einbruchhemmung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Deshalb müssen Planer diese Anforderungen getrennt ausschreiben und nachweisen.


Sondergefertigte Dachhaube für eine Entrauchungs- und Abgasanlage im Projekt Bikini Berlin
Großformatige Dachhaube mit Lamellenfeldern als Sonderlösung für Entrauchung, Abgasanlage und technische Dachaufbauten.

Häufige Fragen zu Entrauchungshauben

Was ist eine Entrauchungshaube?

Eine Entrauchungshaube führt Rauch über einen Schacht oder eine Dachöffnung nach außen. Ihre konkrete Funktion ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept und dem vorgesehenen Nachweisweg.

Wann gilt DIN EN 12101-2?

Die Norm ist relevant, wenn die Haube als natürliches Rauch- und Wärmeabzugsgerät eingesetzt wird. Dann ist eine dafür geeignete und gekennzeichnete Produktausführung erforderlich.

Warum ist der freie Querschnitt wichtiger als das Außenmaß?

Nur die verbleibende Öffnungsfläche steht für die Luftführung zur Verfügung. Rahmen, Lamellen und Schutzlagen reduzieren diese Fläche.

Welche Vorteile bietet ein GFK Sockel?

Ein doppelschaliger GFK Sockel unterstützt die thermische Trennung zwischen Metallhaube und Dach. Außerdem ermöglicht er einen konstruktiv klaren Flachdachanschluss.

Können Dachhauben mit Schallschutzlamellen ausgeführt werden?

Ja, sofern Luftmenge, Druckverlust und akustische Anforderungen gemeinsam ausgelegt werden. Die erforderliche Bautiefe kann dadurch steigen.

Sind stochersichere Lamellen einbruchhemmend?

Nein. Stochersicherheit erschwert das Durchführen von Gegenständen. Eine geprüfte Einbruchhemmung benötigt dagegen eine definierte Widerstandsklasse und passende Anschlüsse.

Können Lüftungshauben begrünt werden?

Ja, projektbezogene Begrünungen sind möglich. Allerdings müssen Entwässerung, Zusatzlasten, Wartung und freie Luftflächen dauerhaft gesichert bleiben.

Kann eine Lüftungshaube als Sitzbank genutzt werden?

Eine solche Sonderlösung ist grundsätzlich planbar. Dafür müssen Tragfähigkeit, Sicherheit, Wartungszugang und technische Funktion projektspezifisch nachgewiesen werden.

Welche Angaben benötigt rotec für Lüftungshauben für Dachschächte?

Für eine erste Prüfung von Lüftungshauben für Dachschächte benötigt rotec die Schachtmaße, vorhandene Zeichnungen, Luftmengen und geforderte Querschnitte. Außerdem sind Angaben zum Dachaufbau, zu den Lamellen und zur gewünschten Schutzfunktion hilfreich.

Fazit: Entrauchungshauben als funktionales Gesamtsystem planen

Entrauchungshauben für Tiefgaragen und Lüftungshauben für Dachschächte sind mehr als einfache Schachtabdeckungen. Sie verbinden Luftführung, Witterungsschutz, Dachanschluss und Wartung. Je nach Projekt kommen außerdem Schallschutz, Stocherschutz, Regensicherheit oder Einbruchhemmung hinzu.

Eine belastbare Planung beginnt deshalb mit der Funktion und nicht mit dem Außenmaß. Danach werden Querschnitt, Lamellen, Sockel und Schnittstellen gemeinsam festgelegt. So entsteht eine dauerhaft funktionsfähige und wirtschaftliche Lösung.

rotec unterstützt Architekten, Fachplaner, Metallbauer und Bauunternehmen bei Standardhauben und Sonderkonstruktionen. Die projektbezogene Fertigung in Berlin ermöglicht passgenaue Lösungen für unterschiedliche Dach- und Schachtsituationen.

Weitere Informationen bietet die Übersichtsseite Systemlösungen für die Gebäudehülle.

Entrauchungshaube oder Lüftungshaube für ein konkretes Projekt planen?

Senden Sie rotec die vorhandenen Zeichnungen, Schachtmaße und technischen Anforderungen. Wir prüfen Querschnitt, Lamellen, Wartungszugang und Bauform frühzeitig.

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