Fassadengitterrost Typ Berlin am Volvo-Autohaus: Die Untersicht zeigt die räumliche Tiefe der Aluminiumstäbe. Bildquelle: rotec.

Von Karl Marx, rotec Berlin · 38 Jahre Erfahrung im Umgang mit Gitterrosten
Fachlich aktualisiert am

Der Fassadengitterrost Typ Berlin von rotec ist ein Aluminiumrost mit hydraulisch verpressten Stabkreuzungen. Deshalb benötigt er dort keine Schweißverbindungen und kommt ohne Randeinfassung zur Knotensicherung aus. Dadurch lässt sich eine offene Fassade gestalten, deren Raster über die Elementgrenzen hinweg optisch weiterläuft.

Elementgrößen bis 6.000 × 1.284 mm ermöglichen großzügige Fassadenteilungen. Außerdem ergänzen Eloxierung oder Pulverbeschichtung das gewünschte Erscheinungsbild. Typ Berlin kommt an Fassaden, Treppentürmen und als abgehängte Gitterrostdecke zum Einsatz. Für Planer und Fassadenbauer zählen deshalb besonders Stabrichtung, Fugenbild und Befestigung.

Fassadenprojekt mit rotec besprechen

Eine Skizze oder Projektbeschreibung hilft beim Einstieg, auch wenn einzelne technische Details noch offen sind.

Typ Berlin im Einsatz: Fassaden, Treppentürme und Decken

Ein Autohaus in Berlin, eine Parkhausfassade in Freiberg und eine Treppenturmverkleidung zeigen Typ Berlin in unterschiedlichen Einbaulagen. Außerdem dokumentiert rotec 3.200 m² Aluminium-Gitterroste für Stuttgarter Bahnhofsdecken. Die Originalbilder und der Film mit Karl Marx machen Konstruktion und Fassadenwirkung nachvollziehbar.

Was den Fassadengitterrost Typ Berlin auszeichnet

Hydraulisch verpresste Knotenpunkte

Beim Typ Berlin durchdringen die Tragstäbe die Öffnungen der Füllstäbe. Anschließend verbindet ein hydraulisches Pressverfahren die Profile dauerhaft miteinander. Die Kreuzungspunkte benötigen deshalb keine Schweißverbindungen. rotec beschreibt diesen Aufbau auf der Produktseite für Aluminium-Fassadenroste Typ Berlin.

Tragstäbe verlaufen in der vorgesehenen Tragrichtung, während Füllstäbe sie quer dazu verbinden. An ihren Kreuzungen entstehen beim Typ Berlin keine Schweißstellen. Dadurch bleibt die klare Profilstruktur auch in der Nahansicht erhalten.

Nahaufnahme der verpressten Stabkreuzungen eines Aluminium-Fassadengitterrosts Typ Berlin
Trag- und Füllstäbe des Typs Berlin sind an jedem Kreuzungspunkt miteinander verpresst. Die Stabverbindungen benötigen keine Schweißnähte. Bildquelle: rotec.

Durchlaufendes Maschenbild ohne umlaufenden Rahmen

Typ Berlin benötigt zur Sicherung seiner verpressten Knotenpunkte keine Randeinfassung. Dadurch kann das Raster über benachbarte Gitterflächen optisch weiterlaufen. Das rotec-PDF Vorteile der Aluminium-Fassadenroste beschreibt die dauerhaften Knotenpunktverbindungen und das abgestimmte Maschenbild.

Beim Zusammenfügen benachbarter Elemente ergänzen sich halbe Füllstäbe am Stoß optisch zu einem vollständigen Füllstab. Bei präziser Ausrichtung tritt der Elementstoß dadurch im Raster weitgehend zurück. So entsteht eine zusammenhängende Fassadenansicht.

Damit das gelingt, müssen Stabrichtung, Randabstände und Elementfugen zusammenpassen. Halbe Füllstäbe gestalten den sichtbaren Übergang. Sie verbinden die benachbarten Roste jedoch nicht mechanisch miteinander. Jedes Element benötigt deshalb seine vorgesehenen Anschlüsse.

Video: Karl Marx erklärt Fassadengitterrost Typ Berlin

Im rotec-Film erläutert Karl Marx das Pressverfahren sowie die Möglichkeiten bei Oberfläche und Befestigung. Außerdem zeigen Projektaufnahmen, wie Stabrichtung und Blickwinkel die Transparenz einer Gitterfassade verändern.

Karl Marx erklärt Konstruktion, Oberflächen und Befestigung. Film: rotec Berlin Metalltechnik GmbH, 6:02 Minuten. Film auf der rotec-Produktseite ansehen.

Diese Stellen helfen beim gezielten Nachschlagen:

  • Ab 1:54 Minuten: Sichtbare Schweißstellen an herkömmlichen Rosten und ihr Einfluss auf die Oberfläche.
  • Ab 2:21 Minuten: Typ Berlin mit verpressten Knoten, großen Elementlängen und einer Ausführung ohne Randeinfassung.
  • Ab 3:10 Minuten: Unterschiedliche Blickwinkel auf eine Parkhausfassade mit senkrechten Tragstäben.
  • Ab 4:31 Minuten: Befestigung an der Unterkonstruktion über eingeschweißte Anschlussplättchen.

Der erste Vergleichsteil des Films behandelt herkömmliche Stahlroste einschließlich Feuerverzinkung. Dabei zeigen seine Nahaufnahmen sichtbare Schweißstellen, auch an einem farbbeschichteten Beispiel. Für den folgenden Aluminiumvergleich zählen dagegen die jeweils beschriebenen Werkstoffe und Fertigungsverfahren.

Typ Berlin im Vergleich mit geschweißten Aluminiumrosten

Die folgenden Tabellen vergleichen den rotec Fassadenrost Typ Berlin mit einem herkömmlichen Aluminiumrost mit geschweißten Stabkreuzungen.

Die Vergleichstabelle lässt sich seitlich verschieben.

Gestaltung, Oberfläche und Elementgröße

Typ Berlin und geschweißte Aluminiumroste: Gestaltung, Oberfläche und Elementgröße
Merkmalrotec Fassadenrost Typ BerlinGeschweißter Aluminiumrost
Elementstoß und RasterHalbe Füllstäbe ergänzen sich am Stoß optisch zu einem vollständigen Stab. Präzise ausgerichtet ist der Übergang kaum erkennbar.Sichtbarkeit des Stoßes abhängig von Randgestaltung, Fugenbreite und Montage.
RandeinfassungZur Sicherung der verpressten Knotenpunkte ist keine Randeinfassung erforderlich.Üblicherweise eingefasst. Randlose Sonderausführungen erfordern eine gesonderte konstruktive Prüfung.
SichtflächeRegelmäßige Profilstruktur ohne Schweißstellen an den Knotenpunkten.Eine Farbbeschichtung beseitigt Schweißkonturen nicht automatisch. Sie können im Fassadenbild sichtbar bleiben.
OberflächeDekorativ eloxierbar oder pulverbeschichtet; seidenmatter metallischer Eindruck möglich.Eloxieren kann Farbunterschiede an Schweißstellen zeigen. Das Erscheinungsbild hängt auch von Nachbearbeitung und Oberflächenbehandlung ab.
Verzug und EbenheitStranggepresste Profile und Verpressen ohne Schweißwärme ermöglichen eine sehr verzugsarme Rostfläche.Schweißwärme und Abkühlung können Verzug verursachen. Fertigungsverfahren und gegebenenfalls Richten beeinflussen die Ebenheit.
ElementformateBis 6.000 × 1.284 mm. Auflagerabstände gesondert nachweisen.rotec-Empfehlung für diese Fassadenplanung: höchstens 2 m² je Element. Keine allgemeine Fertigungsgrenze.

Bearbeitung, Verbindungen und Tragverhalten

Typ Berlin und geschweißte Aluminiumroste: Bearbeitung, Verbindungen und Tragverhalten
Merkmalrotec Fassadenrost Typ BerlinGeschweißter Aluminiumrost
AusschnitteJeder Kreuzungspunkt ist verpresst. Das erleichtert Ausschnitte; verbleibende Stäbe und Anschlüsse sind zu prüfen.Ebenfalls möglich. Durchtrennte Schweißverbindungen können zusätzliche Sicherungen oder Verstärkungen erfordern.
KnotenverbindungHydraulisch verpresste Stabkreuzungen ohne Schweißstellen.Die Stäbe sind an ihren Kreuzungspunkten durch Schweißen verbunden.
SchubfeldwirkungDie verpressten Knoten ermöglichen die Übertragung von Schubkräften innerhalb der Rostebene. Nachweis für die konkrete Ausführung erforderlich.Auch Schweißverbindungen können Schubkräfte übertragen. Maßgeblich sind Knoten, Stäbe und Anschlüsse.
Dauerhaftigkeit der KnotenAn den verpressten Stabkreuzungen fehlen Schweißnähte. Damit entfällt dort Schweißnahtversagen als mögliche Schadensart.Wiederholte Beanspruchung kann Ermüdungsrisse bis zum Bruch verursachen. Maßgeblich sind Bemessung, Ausführung und Belastung.
WerkstoffAlMgSi0,5 F22.Gemäß Produktdatenblatt.
Fassadeneignung und BemessungFür offene Fassaden mit durchlaufendem Raster konzipiert. Projektbezogene Bemessung erforderlich.Für randlose Fassadenbilder aus Sicht von rotec nicht bevorzugt. Eignung und Tragfähigkeit konstruktionsabhängig.

Warum Fertigung und Oberfläche zusammengehören

Stranggepresste Profile und hydraulisches Verpressen ermöglichen eine sehr verzugsarme Rostfläche. Beim Fügen der Knoten entfällt die Schweißwärme und damit der dort entstehende schweißbedingte Verzug. Zusätzliche Schweißarbeiten an Anschlussplatten sind jedoch gesondert zu berücksichtigen.

Für eine sichtbare Fassade zählt außerdem die Oberfläche nach der abschließenden Behandlung. Eine Farbbeschichtung beseitigt Schweißkonturen nicht automatisch; beim Eloxieren können sich Schweißbereiche farblich abheben. Deshalb beeinflussen auch Nachbearbeitung und Oberflächenverfahren das Ergebnis. Bei Typ Berlin entfallen diese Schweißstellen an den Stabkreuzungen dagegen bereits konstruktiv.

Ausschnitte: Knoten bleiben verbunden, Tragwege ändern sich

Bei Ausschnitten bleiben die vom Schnitt unberührten verpressten Knoten fest verbunden. Das erleichtert beispielsweise Ausschnitte für Durchdringungen und Anschlüsse. Ein Ausschnitt unterbricht jedoch gegebenenfalls Tragstäbe und verändert dadurch die Kraftübertragung zum Auflager. Seine Lage und Größe gehören deshalb zusammen mit den Befestigungen in die Freigabezeichnung.

Was bedeutet Schubfeldwirkung bei Fassadenrosten?

Schubfeldwirkung beschreibt die Übertragung von Kräften innerhalb der Rostebene. Dabei wirken Stäbe und Knoten einer seitlichen Verschiebung des Gitterrasters entgegen. Das Vorteile-PDF hebt hierzu die dauerhafte Verbindung zwischen Trag- und Füllstäben durch das hydraulische Pressverfahren hervor.

Wie stark diese Wirkung ausfällt, hängt von Profilen, Knoten, Elementgeometrie und Anschlüssen ab. Die Steifigkeit des Rosts bedeutet jedoch keine automatische Mitwirkung an der Gebäudeaussteifung. Dafür ist ein eigener projektbezogener Nachweis erforderlich.

Dauerhaftigkeit der Knotenverbindungen

An den verpressten Stabkreuzungen entfällt Schweißnahtversagen als mögliche Schadensart. Bei geschweißten Verbindungen können dagegen wiederholte Beanspruchungen Ermüdungsrisse bis zum Bruch verursachen. Ob dies eintritt, hängt von Belastung, Auslegung und Ausführungsqualität ab, nicht allein von den Einsatzjahren. Auch beim Typ Berlin müssen Profile und Anschlüsse für die vorgesehenen Beanspruchungen ausgelegt sein.

Welche Ausführung passt zur Aufgabe?

Für großformatige Fassaden mit gleichmäßigem Raster und randlosen Elementen empfiehlt rotec den Fassadenrost Typ Berlin. Bei geschweißten Aluminiumrosten sollten Planer besonders Randgestaltung, Oberflächenqualität und Elementaufteilung mit ihrem Entwurf abgleichen.

Das Vorteile-PDF verwendet einen Aluminium-Pressrost aus AlMg3 F18 als Vergleichsbeispiel. Seine Werkstoffangabe gilt deshalb nicht für sämtliche geschweißten Aluminiumroste. Für Aussagen zu Gewicht, Tragfähigkeit und Lebensdauer braucht der Vergleich deshalb konkrete Daten der jeweiligen Ausführungen.

Fassadenzeichnung zur technischen Abstimmung senden

Im Anfrageformular können Sie Ihre Zeichnung oder das Leistungsverzeichnis anhängen. Möglich sind bis zu fünf Dateien mit jeweils höchstens 12 MB. Nennen Sie Typ Berlin und kennzeichnen Sie die Punkte, die rotec mit Ihnen abstimmen soll.

Maße, Raster und Oberflächen des Fassadengitterrosts Typ Berlin

Maximale Elementgröße: 6.000 × 1.284 mm

Typ Berlin ist bis zu einer Elementgröße von 6.000 × 1.284 mm ausführbar. Damit kann ein langes Element die Zahl der sichtbaren Teilungen reduzieren. Gleichzeitig müssen Transport, Einbringung und Montage zur gewählten Größe passen.

Die Elementlänge beschreibt keine frei überbrückbare Spannweite. Denn sie hängt unter anderem von Stabquerschnitten, Auflagern und Belastungen ab. Eine Zeichnung sollte deshalb neben den Außenmaßen auch die vorgesehenen Befestigungspositionen zeigen.

Bei engen Zufahrten oder begrenzten Montageflächen können kleinere Felder zweckmäßiger sein. Prüfen Sie daher den Transportweg, bevor die Elementaufteilung endgültig feststeht.

Welche Raster die technischen Unterlagen nennen

Der technische Katalog für rotec Fassadenroste, PDF enthält eigene technische Blätter für Typ Berlin. Die folgende Übersicht fasst diese Angaben zusammen.

Technische Angaben zu Typ Berlin, maximale Elementgröße aktualisiert am 6. September 2026
AngabeFassadengitterrost Typ Berlin
WerkstoffAlMgSi0,5 F22
Maximale Elementgröße6.000 × 1.284 mm (Länge × Breite)
Maschenteilungen35,46 × 33 mm; 35,46 × 50 mm; 35,46 × 66 mm; 35,46 × 100 mm
TragstabquerschnitteTechnisches Blatt Teil 1: 30 × 3 bis 70 × 3 mm, in 5-mm-Schritten der Höhe.
Weitere StabdickenDas technische Blatt Teil 2 nennt zusätzlich 4 und 5 mm. Ausführung im Projekt abstimmen.
OberflächenBeizen, Eloxieren oder Pulverbeschichten.
EloxalfarbenC0 naturfarben; C31 bis C34 als Bronzetöne; C35 schwarz. Weitere dekorative Farben nach Abstimmung.
Weitere konstruktive MöglichkeitenKombination mit Fassadenprofilen sowie Treppenstufenausführungen. Begehbare Anwendungen benötigen eine entsprechende Auslegung.

Die technischen Varianten stammen aus dem Katalog vom Juli 2018. Die maximale Elementgröße beträgt 6.000 × 1.284 mm, bestätigt von Karl Marx am 6. September 2026. Stimmen Sie deshalb vor der Bestellung die aktuell lieferbare Kombination aus Raster, Stabhöhe und Stabdicke ab.

Planungsdatenblatt für Typ Berlin

Planungsdatenblatt Fassadengitterrost Typ Berlin herunterladen (PDF)

Das Planungsdatenblatt bündelt Elementmaße, Profilaufbau, Oberflächen und Befestigungshinweise. Es zeigt außerdem die maximale Elementkontur und das Befestigungsdetail aus der Praxis. Bemaßte Anschlussdetails entstehen für das jeweilige Projekt, weil Unterkonstruktion und Belastungen die Ausführung bestimmen.

Für Zeichnungen ist außerdem die Unterscheidung zwischen Maschenweite und Maschenteilung wichtig. Die Maschenweite bezeichnet die lichte Öffnung. Die Maschenteilung beschreibt dagegen den Abstand von Stabmitte zu Stabmitte. Das rotec-Glossar zu Gitterrostbegriffen erläutert diese Begriffe.

In einer Bestellung sollten deshalb beide Richtungen eindeutig bemaßt sein. Ergänzen Sie außerdem die Tragstabrichtung und die gewünschte Stabhöhe. Dadurch lässt sich die Ausführung zuverlässig mit der Freigabezeichnung abgleichen.

Aluminium, Eloxal und Pulverbeschichtung

Typ Berlin besteht aus AlMgSi0,5 F22. Der Werkstoff und die Profiloberflächen unterstützen eine dekorative Eloxierung. Dabei ist ein gleichmäßig seidenmatter metallischer Eindruck möglich. Alternativ lässt sich die Oberfläche pulverbeschichten. Die rotec-Übersicht zu Aluminium-Gitterrosten erläutert die Oberflächenvarianten.

Für ein schlüssiges Farbkonzept sollten sichtbare Halter und Unterkonstruktionen in die Planung einfließen. Denn selbst eine zurückliegende Befestigung kann aus seitlichen Blickwinkeln auffallen. Stimmen Sie deshalb Farbton und Oberflächeneindruck anhand eines Musters ab.

Ausschnitte und Anschlussplatten sollten vor der abschließenden Oberflächenbehandlung feststehen. Dadurch lässt sich vermeiden, dass spätere Bearbeitung die fertige Sichtfläche beeinträchtigt.

Fassaden gestalten: Blickrichtung und Stabverlauf

Horizontale Linien am Autohaus

Das Volvo-Autohaus in Berlin zeigt eine Anwendung mit horizontal verlaufenden Tragstäben. Dadurch erhält die Fassade eine deutlich waagerechte Gliederung. Zugleich bleibt die Gitterstruktur als vorgelagerte Ebene erkennbar. rotec dokumentiert dieses Projekt zusammen mit weiteren Beispielen in der Referenzübersicht „Gitterroste für die Fassade“.

Volvo-Autohaus in Berlin mit horizontaler Aluminium-Gitterfassade aus Fassadenrosten Typ Berlin über den Toren
Am Volvo-Autohaus in Berlin gliedern horizontal verlaufende Tragstäbe des Typs Berlin die Fassade über den Toren. Bildquelle: rotec.

Für ähnliche Entwürfe lohnt sich ein Vergleich mehrerer Ansichten. Frontal kann eine Gitterfläche offen wirken, während ein flacher Blickwinkel die Stäbe stärker überlagert. Deshalb sollten Bemusterung und Visualisierung auch typische Wege am Gebäude berücksichtigen.

An Gebäudeecken und Türen entscheidet sich, ob die horizontale Gliederung durchläuft. Zeichnen Sie deshalb auch die Randfelder und Abschlüsse ein.

Vertikale Gliederung am Parkhaus

Bei der von rotec dokumentierten Parkhausfassade in Freiberg verlaufen die Tragstäbe vertikal. Dadurch verändert sich der Charakter der Gitterstruktur deutlich. Die offene Außenhaut lässt dabei Einblicke und Ausblicke zu.

Innenansicht eines Parkhauses mit senkrechten Aluminium-Gitterstäben und einer davor angeordneten Fahrzeugbarriere
Parkhaus Freiberg: Senkrechte Gitterstäbe bilden die offene Außenhaut. Davor verläuft eine separate horizontale Fahrzeugbarriere. Bildquelle: rotec.

Bei der Parkhausplanung müssen Gestaltung, Lüftung und erforderliche Schutzfunktionen jedoch zusammenpassen. Dabei verdient die tatsächlich freie Öffnungsfläche besondere Aufmerksamkeit. Denn Unterkonstruktionen oder zusätzliche Einbauten können den verfügbaren Querschnitt beeinflussen.

Vor der Gitterfassade ist außerdem eine separate horizontale Barriere sichtbar. Die Projektplanung muss deshalb eindeutig festlegen, welche Bauteile Absturz- oder Anpralllasten übernehmen.

Sichtschutz und Sonnenschutz gezielt abstimmen

Typ Berlin kann Fassadenbereiche gliedern und den Durchblick je nach Geometrie und Blickrichtung einschränken. Für einen gewünschten Sichtschutz sollten deshalb die relevanten Standpunkte feststehen. Entscheidend ist beispielsweise, ob der Blick vom Gehweg, aus einem Nachbargebäude oder aus dem Innenraum bewertet wird.

Für eine Verschattung zählen außerdem Fassadenausrichtung und Sonnenstand. Eine Bemusterung vermittelt den visuellen Eindruck, während die Fachplanung die erforderliche Wirkung untersucht. So entstehen belastbare Vorgaben für Raster, Stabhöhe und Einbaulage.

Bei Dachtechnik gehören Sichtschutz, freie Luftwege und Wartungszugänge zusammen. Der Projektbericht zur Dacheinhausung für Klimaanlagen erläutert diese Planungspunkte anhand einer Aluminium-Lamellenanlage in Frankfurt.

Bei zusätzlichen Anforderungen an Regenschutz oder Luftführung kommen auch andere Fassadensysteme infrage. Der Beitrag über Renson Linius Lamellenfassaden von rotec zeigt dafür projektbezogene Lösungen mit Aluminiumlamellen.

Referenz: Treppenturmverkleidung mit Typ Berlin

Bei der Treppenturmverkleidung mit Fassadengitterrost Typ Berlin umschließt die Aluminiumstruktur eine außenliegende Treppenanlage. Der veröffentlichte Projektbericht nennt eine Masche von 33 × 100 mm. Diese Angabe beschreibt die dortige Ausführung.

Die Gitterverkleidung fasst mehrere Geschosse optisch zusammen, während die dahinterliegende Treppenkonstruktion erkennbar bleibt.

Außenliegender Treppenturm mit offener Gitterverkleidung aus Fassadenrosten Typ Berlin vor einer hellen Industriefassade
Fassadenroste Typ Berlin umschließen den außenliegenden Treppenturm. Treppenläufe und Tragkonstruktion bleiben hinter dem offenen Raster erkennbar. Bildquelle: rotec.

Bei einer vergleichbaren Treppenanlage bestimmen Podeste, Türöffnungen und Befestigungsebenen die Elementaufteilung. Diese Punkte gehören deshalb früh in den Fassadenplan.

Soll die Verkleidung zusätzlich als Absturzsicherung dienen, muss diese Funktion ausdrücklich Bestandteil der Planung sein. Der Kunde muss deshalb die erforderlichen Prüfungen und Nachweise einholen. Dabei müssen die Nachweise das gesamte Bauteil einschließlich seiner Befestigung und Unterkonstruktion berücksichtigen. Die gewählte Masche allein belegt deshalb keine Eignung als Absturzsicherung.

Befestigung des Fassadengitterrosts Typ Berlin

Eingeschweißte Befestigungsplättchen für eine unauffällige Montage

rotec hat mit eingeschweißten Befestigungsplättchen die besten Erfahrungen gemacht. Die Plättchen dienen dabei als Anschlussplatten und ermöglichen eine einfache Schraubmontage an der Unterkonstruktion. Weil sie innerhalb der Gitterfläche sitzen, sind die Befestigungen bei passender Anordnung in der Fassadenansicht kaum sichtbar.

Zusätzlich können je nach Ausführung Langlöcher zum Anschlussdetail gehören. Das Foto zeigt ein eingeschweißtes Befestigungsplättchen mit eingesetzter Schraube.

Eingeschweißtes Befestigungsplättchen mit Sechskantschraube zwischen den Aluminiumstäben eines Fassadenrosts Typ Berlin
Eingeschweißtes Befestigungsplättchen mit Sechskantschraube: Der Anschluss liegt zwischen den Gitterstäben und dient zur Verschraubung an der Unterkonstruktion. Bildquelle: rotec.

Die Anschlussplatte im Bild ist angeschweißt, während die Stabkreuzungen verpresst sind. Auch eine zusätzlich gewünschte Randeinfassung kann Schweißarbeiten erfordern. Die Beschreibung „ohne Schweißverbindungen an den Knotenpunkten“ bezieht sich deshalb gezielt auf die Gitterstruktur.

Befestigungsabstände und Anschlussplanung

rotec sieht je nach Tragstabstärke Abstände von 1.500 bis 2.000 mm zwischen den eingeschweißten Befestigungsplättchen vor. Die endgültige Anordnung richtet sich außerdem nach Elementgeometrie, Belastung und Unterkonstruktion.

Legen Sie deshalb die Befestigungspositionen vor der Fertigung in der Zeichnung fest. Berücksichtigen Sie dabei die Zugänglichkeit der Schraubstellen, damit die Montage am Gebäude wie vorgesehen möglich ist.

Außerdem muss die Konstruktion Bewegungen und Montagetoleranzen berücksichtigen. Planer legen deshalb feste und bewegliche Anschlusspunkte entsprechend dem Tragkonzept fest. Unterschiedliche angrenzende Werkstoffe gehören daher ebenfalls in die Detailprüfung.

Für die Bemessung zählen außerdem Gebäudehöhe, Einbaulage und Windbeanspruchung. Das gilt auch für eine offene Gitterfläche.

Referenz Stuttgart 21: Typ Berlin als abgehängte Decke

Der Fassadengitterrost Typ Berlin kommt auch über Kopf zum Einsatz. Für die im Projektbericht Stuttgart 21 dokumentierten Bahnhofsdecken lieferte rotec 3.200 m² Aluminium-Gitterroste.

Zum Einsatz kamen eine Masche von 35,4 × 100 mm und Tragstäbe 40/3 mm. Dazu gehörten eine Eloxierung EV1 sowie eine speziell angepasste Befestigung. Dafür entwickelte rotec den Anschluss laut Projektbericht in Zusammenarbeit mit KREBS+KIEFER.

Aluminium-Gitterrostdecke über einem Stuttgarter S-Bahnsteig mit integrierter Beleuchtung und darunter hängenden Anzeigen
Typ Berlin als Aluminium-Gitterrostdecke im Stuttgarter S-Bahnhof: Das gleichmäßige Raster prägt die Deckenfläche über dem Bahnsteig. Bildquelle: rotec.

Was das Deckenprojekt für die Planung zeigt

Das Projekt verbindet ein großflächiges Deckenraster mit eigens angepassten Anschlüssen. Für vergleichbare Aufgaben müssen deshalb sichtbare Fläche und Befestigung gemeinsam geplant sein.

Berücksichtigen Sie deshalb Leuchten, technische Einbauten und Revisionsöffnungen früh im Deckenplan. Legen Sie außerdem fest, welche Felder für den Zugang zu Installationen erreichbar bleiben müssen.

Weitere Aluminiumfassaden: Referenzen Typ A

Am CityCube Berlin dokumentiert rotec 272 m² Aluminium-Fassadenroste mit dunkler Pulverbeschichtung. Die Fahrradstation Rosenheim zeigt dagegen 199 m² Aluminium-Fassadenroste in RAL 9007. Die jeweiligen Referenzseiten bezeichnen die eingesetzten Roste jedoch als Typ A.

Sie ergänzen somit die gestalterischen Beispiele. Bei der technischen Auswahl ist ihre Produktbezeichnung jedoch gesondert zu berücksichtigen.

So bereiten Sie eine Anfrage an rotec vor

Beratung und Projektabwicklung bei rotec

rotec Berlin Metalltechnik GmbH bringt Erfahrung seit 1982 in die Beratung zu Metallprodukten und Bauaufgaben ein. Für Typ Berlin umfasst die technische Abstimmung insbesondere Rostaufteilung, Oberfläche und Befestigungsdetails. Das Stuttgarter Projekt zeigt zudem die Zusammenarbeit mit Fachplanern bei einer angepassten Anschlusslösung.

Beschreiben Sie außerdem in der Anfrage den gewünschten Lieferumfang. Legen Sie dafür ausdrücklich fest, wer Unterkonstruktion, Befestigungsmittel und Montage übernimmt. So lassen sich die Beiträge der beteiligten Unternehmen vor der Bestellung zuordnen.

Diese Angaben machen das Projekt konkret

Eine bemaßte Ansicht erleichtert zunächst den Einstieg. Ergänzen Sie nach Möglichkeit einen Schnitt durch Gitter und Unterkonstruktion. Zusätzlich helfen folgende Angaben bei der Abstimmung:

  • Einsatzort: Fassade, Treppenturm, Parkhaus, Sonnenschutz oder abgehängte Decke.
  • Abmessungen: Elementlänge, Elementbreite, Stückzahl und Gesamtfläche.
  • Gitteraufbau: gewünschtes Raster, Tragstabrichtung sowie Stabhöhe und Stabstärke, soweit bereits festgelegt.
  • Gestaltung: Ausführung mit oder ohne Randeinfassung, Fugenbild und sichtbare Abschlüsse.
  • Oberfläche: Eloxal oder Beschichtung, Farbton und vorhandene Bemusterungsvorgaben.
  • Anschlüsse: Material und Lage der Unterkonstruktion sowie vorhandene Befestigungsdetails.
  • Anforderungen: vorgesehene Belastungen, erforderliche Nachweise, Zugänge und gegebenenfalls Schutzfunktionen.
  • Abwicklung: Lieferort, Einbringungsmöglichkeiten, gewünschter Termin und vorgesehener Montageablauf.

Wenn einzelne Punkte noch offen sind, kennzeichnen Sie diese in der Anfrage. Dadurch lässt sich die Beratung gezielt auf die anstehenden Entscheidungen ausrichten.

Was den Aufwand beeinflusst

Neben der Fläche bestimmen Elementaufteilung, Anschlussdetails und Oberfläche den Bearbeitungsumfang. Zusätzliche Ausschnitte oder viele unterschiedliche Elementgrößen erhöhen außerdem den Abstimmungsbedarf. Deshalb sollte ein Angebot auf einer möglichst klaren Projektbeschreibung beruhen.

Vergleichen Sie Angebote bei gleichem Leistungsumfang: einschließlich der vereinbarten Befestigungen, Beschichtung, Verpackung und Transportleistungen.

Qualität und projektbezogene Nachweise

Welche Nachweise braucht das konkrete Bauteil?

Die erforderlichen technischen Nachweise richten sich nach der vorgesehenen Anwendung und der konkreten Konstruktion. Dazu gehören der Gitterrost, seine Befestigung und die Unterkonstruktion. Legen Sie deshalb die benötigten Unterlagen bereits in der Projektplanung fest.

Erforderliche Prüfungen und Nachweise zur Absturzsicherung sind immer vom Kunden einzuholen. Allgemeine Produktangaben oder Unternehmenszertifikate ersetzen diese projektbezogenen Unterlagen deshalb nicht.

Qualitätsmanagement und Schweißtechnik bei rotec

Die rotec-Zertifikatsübersicht macht die Unternehmensnachweise für Planer und Auftraggeber zugänglich. Das Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2015 dokumentiert das Qualitätsmanagement im ausgewiesenen Geltungsbereich. Das Zertifikat nach DIN EN ISO 3834-3 betrifft schweißtechnische Qualitätsanforderungen.

Diese Unternehmensnachweise helfen somit bei der Lieferantenauswahl. Maßgeblich bleibt jedoch ihr jeweiliger Geltungsbereich. Eine Zertifizierung der verpressten Knotenpunkte folgt daraus nicht.

Häufige Fragen zum Fassadengitterrost Typ Berlin

Wie breit ist der Fassadengitterrost Typ Berlin?

Die maximale Elementgröße beträgt 6.000 × 1.284 mm, also 6.000 mm Länge und 1.284 mm Breite. Für die konkrete Bestellung sind zusätzlich das Raster und die Anschlüsse festzulegen.

Welche Abstände gelten für die Befestigungsplättchen?

rotec sieht je nach Tragstabstärke Abstände von 1.500 bis 2.000 mm zwischen den eingeschweißten Befestigungsplättchen vor. Die genaue Anordnung hängt außerdem von Elementgeometrie, Belastung und Unterkonstruktion ab. Deshalb gehören die Befestigungspositionen in die Projektzeichnung.

Kann Typ Berlin ohne Randeinfassung ausgeführt werden?

Ja. Typ Berlin benötigt zur Sicherung der verpressten Knotenpunkte keine Randeinfassung. Halbe Füllstäbe können am Elementstoß optisch ein vollständiges Profil bilden. Dafür müssen Fugen, Stabrichtung und Ausrichtung benachbarter Elemente zusammenpassen.

Können Ausschnitte in einem Typ-Berlin-Rost vorgesehen werden?

Ja. Weil die Kreuzungspunkte verpresst sind, bleiben die vom Schnitt unberührten Knoten verbunden. Größe, Lage und verbleibende Stäbe müssen trotzdem konstruktiv geprüft werden.

Sind die Stabkreuzungen geschweißt?

Nein. Beim Typ Berlin verbindet ein hydraulisches Pressverfahren die Stäbe an ihren Kreuzungspunkten. Für Anschlussplatten oder eine gewünschte Randeinfassung können dagegen Schweißverbindungen zum Einsatz kommen.

Ist Typ Berlin grundsätzlich tragfähiger als ein geschweißter Aluminiumrost?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Denn die Tragfähigkeit hängt unter anderem von Geometrie, Werkstoff, Auflagern und Anschlüssen ab. Deshalb benötigt ein Vergleich konkrete technische Daten beider Ausführungen.

Bedeutet eine Länge von 6.000 mm auch 6.000 mm freie Spannweite?

Nein. Das Maß bezeichnet eine mögliche Elementlänge. Die zulässigen Abstände zwischen den Auflagern ergeben sich dagegen aus der konkreten Bemessung.

Lässt sich die Farbe an die übrige Fassade anpassen?

Ja, eine Pulverbeschichtung ermöglicht die farbliche Abstimmung. Außerdem kommt eine Eloxierung infrage. Stimmen Sie den gewünschten Eindruck deshalb anhand von Mustern mit den angrenzenden Materialien ab.

Welche Stabrichtung sollte die Fassadenplanung vorgeben?

Die Stabrichtung prägt Linienführung, Transparenz und Blickwirkung. Legen Sie sie deshalb zusammen mit Raster, Einbaulage und typischen Sichtachsen fest.

Eignet sich Typ Berlin für abgehängte Decken?

Ja, das dokumentierte Stuttgarter Projekt zeigt eine solche Anwendung. Die Befestigung und die weiteren Anforderungen müssen jedoch zur jeweiligen Decke passen.

Kann eine Fassadenausführung auch als Wartungssteg dienen?

Eine begehbare Anwendung benötigt eine dafür ausgelegte Ausführung. rotec nennt Wartungs- und Laufstege als mögliche Einsatzgebiete. Deshalb sollten Begehbarkeit und maßgebende Lasten bereits in der Anfrage stehen.

Welche Unterlagen benötigt rotec für ein Angebot?

Hilfreich sind bemaßte Ansichten, Schnitte, Stückzahlen und Angaben zur Oberfläche. Ergänzen Sie außerdem die vorgesehene Unterkonstruktion und die Anforderungen an das Bauteil.

Wer muss die Prüfungen zur Absturzsicherung einholen?

Die erforderlichen Prüfungen und Nachweise zur Absturzsicherung muss immer der Kunde einholen. Sie müssen die konkrete Ausführung einschließlich Befestigung und Unterkonstruktion abdecken. Ein Referenzfoto allein belegt deshalb keine Eignung als Absturzsicherung für ein neues Bauvorhaben.

Fassadengitterrost Typ Berlin für Ihr Projekt anfragen

Typ Berlin verbindet verpresste Aluminiumprofile mit großen Elementformaten und einer Ausführung ohne Randeinfassung zur Knotensicherung. Dadurch entstehen offene Fassadenbilder mit optisch durchlaufendem Raster. Die gezeigten Projekte veranschaulichen beispielsweise den Einsatz an Fassaden, Treppentürmen und Decken.

Senden Sie Ihre Zeichnung, eine Skizze oder das Leistungsverzeichnis an rotec. Nennen Sie dazu Einsatzort, Abmessungen und gewünschte Oberfläche. Kennzeichnen Sie offene Fragen, damit die Beratung dort ansetzt, wo Ihr Projekt die nächste Entscheidung benötigt.

Zeichnung anhängen und Fassadenprojekt anfragen